Der Trip von Nha Trang nach Hoi An versprach nicht viel Gutes – zwei Mammut-Touren von 200+ km und dann noch mal 100 bis nach Hoi An. Meistens über den Highway 1 – die Hauptschlagader Vietnams. Stopps in Quy Nhơn und Quảng Ngãi.

Der Highway 1 ist stark befahren – vor allem von Lastern in allen Größen sowie Bussen. Es gibt Spurrillen, die den Namen wirklich verdienen (nicht so wie in Deutschland, wo überall Schilder solch Miniaturausgaben ankündigen). Zwischen den Spurrillen gibt es dann immer mal wieder ein paar Krater, die man entweder geschickt umschiffen sollte (sonst platter Reifen oder Acht im Rad) oder aber man weicht auf den Seitenstreifen aus. Diesen muss man sich dann jedoch mit Fußgängern, Radfahrern, Mopdes, Ochsenkarren sowie motorbetriebene Dreirad-Karren teilen. Dazwischen trocknen die Anwohner noch diverse Güter (Körner -> Saatgut?!, Fisch, keine Ahnung, was alles) auf dem Asphaltstreifen. Hiervon haben wir dann mal keine Fotos gemacht – Konzentration war hier angesagt :).

Stopp 1: Quy Nhơn

Quy Nhơn ist ein etwas kurioser Ort. Direkt am Meer gelegen, schreit er förmlich nach Touristen. Hotels reihen sich an der Promenade aneinander und doch wirkt der Ort wie ausgestorben. Gegen Abend sammeln sich die Einwohner auf eine Runde Joggen, Schwimmen oder Fußball spielen am Strand – aber sonst ist hier nix los!

Beim Frühstück im Hotel haben wir noch einen weiteren nicht-vietnamesischen Gast entdeckt – ansonsten keine Langnasen in Sicht. Komisch.

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Am darauffolgenden Morgen beschlossen wir, nicht direkt auf den Highway aufzufahren und schlängelten uns durchs Hinter- bzw. Vorderland an der Küste. Das war eine tolle Sache – die Seitenstraßen verraten hier immer sehr viel über die lokalen Eigenheiten. Was machen die Leute den ganzen Tag? Wie verdienen sie ihr Geld? Wie leben sie? All diese Fragen beantworten sich abseits der Touristenströme.

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Dieses Bild ist ein tolles Beispiel für die Leute oder in diesem Falle die Kinder auf dem Land. Langnasen sind hier die Seltenheit – alles winkt und schreit „Hello!“, sobald man vorbeifährt oder gar anhält. Hier hielten wir kurz, um uns einzunorden und die nächste Kreuzung auf Google Maps zu suchen. Die Jungs kamen herbeigerannt, grüßten freundlich, lachten und hatten Spaß an den zwei Riesen auf dem kleinen Moped mit viel Gepäck und Integralhelmen.

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Was hier genau am Straßenrand liegt, wissen wir leider nicht. Wir vermuten, es sind die Zutaten für vietnamesische Staubwedel. Aber wer weiß.

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Ein tolles Bild – leider verwackelt auf Grund einer Bodenwelle (vom Moped während der Fahrt aufgenommen). Sorry!

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Das Bild nennen wir nicht Frühlingsrolle, sondern Schweinerolle?

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Stopp 2: Quảng Ngãi

Nicht viel zu berichten – schrecklich unsympathische Stadt, Drogendealer sowie schäbige, überteuerte Hotels. Falls jemand mal die Tour macht – am besten direkt weiterfahren und nicht anhalten.

So! Jetzt sind wir wieder up-to-date. Aktueller Standort Hoi An – den Bericht gibt es dann nach unserer Abreise. Diese verzögert sich wetterbedingt ein wenig, da wir keine Lust auf Starkregen und Passstraßen sowie den Highway haben.

 

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