Hoi An begrüßte uns mit dem totalen Hunger. Wir waren etwas geschafft von der vorangegangenen, anstrengenden, wenn auch kurzen Tour und hatten Hunger – auf westliches Essen. Gegenüber gab es Burger – wie gemacht für uns.

Hier lernten wir auch gleich das Wesen Hoi An’s kennen – „Come in plies! You eat here?“. Das, oder so ähnlich hört man an jeder Ecke, wo es Essbares gab. Das Pendant der Motorradtaxis, Fahrraddschunkenfahrers war dann „You want motorbike?“ oder „You ride here?!“. Echt nervig. Bei den unzähligen Klamottenläden Hoi Ans ging es dann im ähnlichen Ton weiter. Das „No thanks“ mit einem einhergehenden Kopfschütteln bekommen wir mittlerweile fast zeitgleich mit der Frage hin.

Hoi An ist wundervoll  – auf seine Weise, aber der Tourismus ist hier präsent wie noch nirgendwo anders auf unserem Trip durchs Land. Abends blüht die Stadt auf – an jeder Ecke wird frittiert, gegart, gegrillt oder gebraten. Aus Lautsprechern tönt entweder romantisch-asiatische Melodien oder irgendwie unpassend die Instrumentalversion von Doris Day mit Que Sera Sera.

Kulinarisch haben wir die 3 Tage voll ausgenutzt und uns durch die Leckereien der lokalen Küche gegessen. „Cao Lau“ – Nudelsuppe, „Banh Bao“ – White Rose, „Hoanh Thanh“ sowie „Banh Xeo“ – alles klasse!

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In Hoi An werden dann natürlich auch romantische Accessoires vertickt – hier Kerzen in Papierschiffchen. Die kann man dann auf dem Fluss schwimmen lassen. Auffällig ist, dass hier auch gezielt Kinder zum Verkaufen geschickt werden. Im Bild jetzt grad nicht zu sehen – aber wenn man so in der Bar sein Bier trinkt, ist es nicht ungewöhnlich, wenn ein Moped/Fahrrad kommt, hält, und von hinten ein junges Mädchen runter springt. Mit einer Tasche bewaffnet macht sie dann gezielt Jagd auf Touristen – vorzugsweise älteren Jahrgangs und versucht den Klimbim an den Mann oder die Frau zu bringen. Schade – nicht mit uns :)

sebastiantimmel_vietnam_hoian7So sieht es in Hoi An an jeder Ecke aus – wer Platz im Koffer hat und Kleider, Anzüge oder Hemden braucht, für den ist es ein Paradis! Maßgeschneiderte Klamotten zu Schnäppchenpreisen – gefertigt über Nacht.

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Uns war der Touri-Kram dann irgendwann zu viel, wir machten daher uns zu Fuß auf (ca. 5 h), um die Umgebung zu erkunden. Am kommenden Tag unternahmen wir eine Free Tour mit jungen vietnamesischen Studentinnen als Tourguide und lernten das Leben abseits der Touristenströme kennen.

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Hohe Wasserstände sind in Hoi An normal – die Leute nehmen es mit Humor :) Leider kann es dann schon mal passieren, dass man, wie uns geschehen, von seinem Bar-Besuch nicht mehr mit trockenen Füßen davon kommt.

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Da wir gerade beim Hochwasser sind – wir sind jetzt übrigens in Hue und nehmen morgen schon den Nachtzug nach Hanoi, um es vor dem Taifun Haiyan über die Bahnstrecke in den Norden des Landes zu schaffen. Wir reisen zusammen mit einem netten Mädel aus den Niederlanden, welches wir heute am Bahnhof kennengelernt haben. Wünscht uns Glück ;-)

3 Gedanken zu „Hoi An

  1. Hallo ihr Lieben. Es ist schön an euren Erlebnissen teilhaben zu können. Die Foto’s sind fantastisch. Passt weiterhin gut auf euch auf und genießt die Zeit. Wir denken jeden Tag an euch.
    Knutscher!!!

  2. Hallo,
    ist ja Wahnsinn was ihr alles erlebt, Ines hat mir den Tip gegeben und nun verfolge ich interessiert eure Reise. Wir sind ganz begeistert von den tollen Bildern, besonders Jule, denn sie fotografiert auch sehr gerne mit ihrer Spiegelreflex. Wir hoffen dass ihr gut vor dem Taifun wegkommt und drücken euch ganz fest die Daumen.
    Passt schön auf euch auf und noch viel Spaß auf eurer Reise.
    Viele liebe Grüße senden euch Martina und Juliane aus Tützpatz

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