Wir wollen euch die letzten Bilder von Hanoi nicht vorenthalten. Hanoi war unser Basecamp für die  Touren ins Hochland (Sapa, …) und die Halong Bay.  Gute Hotels/Hostels gibt es wie überall in Vietnam an jeder Ecke – das Angebot an Straßenküchen war auch hier sehr üppig, auch wenn es anders schien, wenn wir wirklich hungrig waren. (Immer, wenn man etwas bestimmtes sucht, findet man es gerade nicht. Am nächsten Tag läuft man gleich 100 mal an genau diesem Gericht vorbei.)

Nach unserer Ankunft mit dem Nachtzug aus Hue am frühen Vormittag begrüßte uns Hanoi mit Regen – auch war es merklich kühler als in Mittel- und Südvietnam. Nachdem die Formalitäten geklärt waren, ging ich mit einem Herren bewaffnet mit Brechstange und Messer über die Gleise zum Gepäckwagen. Dort befreiten wir unser Moped aus dem eigens zusammengezimmerten Holzkäfig und hievten das Teil aus dem Wagon auf den Bahnsteig – wie vor 100 Jahren – mit reiner Muskelkraft und ohne Rampe (zum Glück wiegt das gute Stück nicht so viel wie ein richtiges Motorrad).

Oh Wunder, der Motor wollte auch gleich starten, so dass wir zügig den Weg in Richtung Altstadt einschlugen. Doch dann… Blob Blob Blob blooob. Der Motor war aus. Nun gut – dachten wir, das hat auch verdächtig gut geklappt vorhin – einfach wieder antreten und weiter. 50 Meter später – blob blob blob blooob. Gleiches Spiel nochmal – diesmal nach 10 Metern – Blob blob …. ihr wisst schon. Ich erinnerte mich an eine Zeile auf der Webseite der vietnamesischen Bahn, die ich vor langer Zeit in Deutschland gelesen und nicht mehr präsent hatte. In dieser hieß es – das Motorrad darf kein Benzin mehr im Tank haben, wenn es mit dem Zug transportiert wird. In mir dämmerte es, ich schraubte den Tankdeckel ab und siehe da – nix mehr drin! Das Bahnpersonal hat also vor dem Verpacken das Benzin abgelassen (und vermutlich ins eigene Moped gekippt). Bravo!

Bei starkem Regen mit zwei schweren Rucksäcken auf dem Gepäckträger ging es also weiter zu Fuß in Richtung Altstadt. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr aufs Schieben und Katharina zog alleine weiter, um uns ein Zimmer für die Nacht zu organisieren. Ein toller Empfang in Hanoi, nicht wahr?! :)

Wir fanden ein gutes Hotel und verkauften das Moped am nächsten Tag an… ratet mal an wen… genau! – einen Deutschen aus Dortmund. Viel Spaß mit der Kiste!

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Am Hoan-Kiem-See treffen sich allmorgentlich die Senioren Hanois zum Frühsport. Bewaffnet mit einem Verlängerungskabel und Kofferradio geht’s hier jeden Morgen richtig zur Sache!

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Die Bahn fährt direkt an der Haustür, der Wäscheleine und der Suppenküche vorbei. Zum Glück passiert das nur 4-6 mal am Tag.

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Im Highlands Coffee gibt es den wohl besten Cheesecake Vietnams – Yummi!

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