Es gibt Orte auf dieser Erde, die sind einfach magisch. Der Mount Cook Nationalpark gehört definitiv dazu. Nie hätten wir gedacht, ein Ensemble aus Sommer, Schneebergen, Gletschern und Seen mit Eisbergen gleichzeitig an einem Tag zu sehen. Viele unserer Gäste haben uns von diesem wunderbaren Ort erzählt und so sicherten wir uns gleich am Morgen eine der begehrten Hüttentickets für die Mueller Hut am Fuße des Mt. Ollivier-Gipfels.

Wir fühlten uns ein wenig zurückversetzt in die Zeiten als Aldi-Computer noch der letzte Schrei waren und die Käufer schon Stunden vor Ladenöffnung anstanden – mit der Ausnahme, dass es hier um ein Naturerlebnis ging und die Schlange so ziemlich nur aus uns bestand. Danke Gott, dass wir das Land in der Nebensaison bereisen :) (wie sich herausstellte war unsere Vorsicht gar nicht weit hergeholt – am kommenden Tag waren die 28 Tickets in der ersten Stunde ausverkauft!).

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Im Schlepptau hatten wir Nico – einen hitchhikenden Holländer, den wir in Wanaka aufgegabelt hatten. Gemeinsam bildeten wir die Expeditionsgesellschaft „Timmel“. Wir mussten extra im DOC (Department of Conservation) Basislager einen Zettel mit unseren Absichten ausfüllen – unsere Gruppe wurde kurzerhand „Timmel“ genannt – damit am Ende des Tages über Funk auch übermittelt werden konnte, dass wir vollzählig die Hütte erreicht hatten.

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An diesem Tag kletterten wir etwas über 1000 Meter in die Höhe – das letzte Drittel wurde von Schnee begleitet, in welchem wir oben auch gerne mal bis zu den Knien versanken. Am Abend unternahmen wir noch eine kurze Expedition auf den Gipfel des Mt. Ollivier – welches im Übrigen auch einer der ersten Gipfel von Sir Edmund Hillary war, bevor er später in seiner Bergsteigerkarriere als erster den Mt. Everest bezwang.

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Hier ein Foto unseres Gipfelteams – Dresdnerin Laura, Bochumer Jakob, Holländer Nico und Freundin Katharina :).

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Der Mt. Cook Nationalpark ist einer der besten Plätze auf der Erde, um den Sternenhimmel zu beobachten – am Abend habe ich mich aufgemacht, um ein paar Fotos zu schießen. Dank des nahenden Vollmondes war auch die Umgebung herrlich beleuchtet.

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Nach einer klirrend-kalten Nacht (wir hätten vielleicht vor unserer Reise doch noch bessere Schlafsäcke kaufen sollen als unsere 10 Euro Sommersäcke vom Aldi; weiterhin könnte das DOC doch bitte auch in der Mueller Hut einen Kamin installieren und das Kaminholz mit dem Helikopter einfliegen ;-)) machten sich die meisten der 10 Hüttenbewohner auf, um den Sonnenaufgang zu beobachten – ein wahres Spektakel, wie die Sonne allmählich erst die Gipfel und dann ganze Bergseiten in einen goldenen Glanz einhüllt.

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Weil wir an diesem Tag schon gegen Mittag wieder im Tal waren, entschlossen wir uns kurzerhand noch dazu, den Hooker-Valley-Track zu gehen. Dieser führte uns am Mueller-Glacier Lake vorbei hin zum See am Fuße des Hooker Glätschers. Am Abfluss des Sees sammeln sich vom Glätscher abgebrochene Eisberge und bilden eine surreale, beeindruckende Landschaft mit dem Gipfel des Mt. Cook, Neuseelands höchstem Berg im Hintergrund.

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