Es kommt meistens anders gedacht. Und so geschah es, dass sich eines wundervollen Tages zwei junge Leute aufmachten, um einen weiteren Nationalpark zu erwandern. Leider hatte das bis dahin gute Auto etwas dagegen und brachte uns nicht die komplette Bergstraße nach oben. 3 Kilometer rückwärts rollend, 20 km vorwärts rollend und dann auf der Geraden weitere 20 km fahrend kamen wir somit zu unserem Alternativziel – der Golden Bay.

Wir mieteten uns im „The Innlet“ ein – ein bezauberndes Hostel, geführt von zwei wundervollen Menschen Johnathan and Katie. Wie es immer so ist – wäre uns die Sache mit dem Auto nicht dazwischen gekommen, wären wir nie hierher gekommen – denn eine Woche später wurde das Hostel für die Saison geschlossen.

Wir gönnten also unserem Auto ein wenig Ruhe und erkundeten die Umgebung mit einem Strandspaziergang, liehen uns die kostenfreien Hostel-Mountainbikes und fuhren zum Farewell Spit, hoch im Norden Neuseelands Südinsel. Der Farewell Spit ist eine Landzunge, entstanden durch die dort herrschenden starken Strömungen, welche Sand anhäufen. Jedes Jahr wächst das Gebiet um ca. 2 km.

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Mit Bob – einem ständigen Bewohner des Hostels machten wir uns am folgenden Tag auf zum Wharariki Beach – einer Perle an der Westküste. Berühmt für seine Sanddünen und die Felstore bietet dieses Fleckchen Erde ein wunderbares Zuhause für Seerobben. Bei Ebbe bilden sich kleine Pools, in welchen die Jungtiere „spielen“ – sie sind neugierig und kein bisschen scheu – ein herzerwärmendes Erlebnis.

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Am Cape Farewell, dem nördlichsten Punkt der Südinsel liegt zugleich die wohl schönste Kuhweide Neuseelands.

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Da Bob ja quasi heimisch in der Gegend war (er bereist Neuseeland seit den 80er Jahren und zieht von Hostel zu Hostel), kannte er sich auch bestens mit den lokalen Ressourcen aus. Wir ernährten uns 3 Tage lang von Seafood – Muschel-Reis-Pfanne, panierte Austern und zu guter Letzt Seafood Eintopf mit einer Variation aus Muscheln und Austern. Alles morgens bei Ebbe gesammelt und abends frisch zubereitet – ein wahrer kulinarischer Genuss, für welchen wir im Restaurant wahrscheinlich mehrere hundert Dollar hätten zahlen müssen.

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Nach unserem Urlaub im „The Innlet“ wollten wir noch kurz bei Horst, Justine und Kids vorbeischauen – Franzis Gasteltern, welche uns zum Anfang unserer Neuseelandreise so herzlich aufgenommen haben. Zuvor beschlossen wir noch eine kleine Tageswanderung in den Teil des Abel Tasman Nationalparks zu machen, welchen wir zuvor noch nicht kennenlernen konnten.

sebastian_timmel_golden_bay_21 sebastian_timmel_golden_bay_22 sebastian_timmel_golden_bay_23 sebastian_timmel_golden_bay_24Wer sich auskennt, weiß, dass der einzige Weg hinaus aus der Golden Bay über den Takaka Hill führt. Vor diesem hatten wir Angst, da wir nicht wussten, ob das Auto es schaffen würde. Mit zwei langen Pausen (zum Abkühlen) haben wir es geschafft. Inzwischen steht auch die Diagnose – die Kupplung ist im A* – doch das ist eine andere Story ;-). Drückt uns die Daumen, dass wir es noch bis nach Christchurch schaffen!!!

 

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