Anlässlich des Halbfinalsieges von Deutschland gibt`s von unserer Seite kurz vorm Weiterflug noch den Blogbeitrag zu unserem Urlaub in Fiji. Am 14. Juni entflohen wir endlich dem kalten Neuseeland, sagten aus dem Flugzeug „Tschüss und auf Wiedersehen“ zu den schneebedeckten Südalpen und „Farewell“ zum Farewell Spit.

Warum fliegen wir eigentlich nach Fiji, wo doch ursprünglich nur Neuseeland auf unserem Plan war?! Im Barnyard, unserem Hostel in Neuseeland, hatten wir zwei Gäste – Rainer und Veronika aus Österreich. Die beiden blieben eine ganze Weile und wir hatten viele nette Abende und Kaffeekränzchen. Rainer ist begeisterter Taucher und schwärmte von Fiji. Es stellte sich heraus, dass die beiden später im Jahr nach Neuseeland dorthin fliegen, um eine Zeit im Warmen und unter Wasser zu verbringen. Als es bei uns an die Planung ging, dachten wir uns, es sei doch eigentlich ganz nett das auch zu erleben und eventuell sogar die beiden noch mal zu treffen – und so buchten wir unsere Flüge und die Unterkunft im empfohlenen Dolphin Bay Divers Retreat.

sebastian_timmel_fiji_1 sebastian_timmel_fiji_2

Unser Flug brachte uns nach Nadi (gesprochen Nandi) – dem internationalen Hub des Landes. Zum ersten Mal probierten wir eine neue Form der Unterkunft aus – Airbnb vermittelt Privatwohnungen/ Zimmer zwischen Locals und Reisenden. So landeten wir für die ersten zwei Nächte bei Eddie und machten gleich Bekanntschaft mit Sohn, Schwiegertochter und Enkelin, Cousin sowie bestem Freund seit Kindertagen. Wir wurden herzlich aufgenommen und bestens mit fijianischen Leckereien und Insidertipps versorgt.

sebastian_timmel_fiji_3

Eddies Frau Eta war mit den Kindern derzeit nicht in Nadi, da sie in Suva (Fijis Hauptstadt) Jura studiert und derzeit inmitten ihrer Prüfungen war. Wir wollten von Suva aus mit der Fähre nach Taveuni – Fijis drittgröste Insel – reisen und mussten für eine Nacht in Suva bleiben. Wie selbstverständlich wurden wir kurzerhand von Eta in ihre dortige Wohnung eingeladen und machten die Bekanntschaft aller vier Kinder, der Mutti und des Papas. Hier lernten wir viel über die Geschichte Fijis und Hintergründe zur aktuellen politischen Situation im Lande.

sebastian_timmel_fiji_4

Am kommenden Tag war es soweit – unsere Fähre nach Taveuni sollte am Abend ablegen. Rechtzeitig gegen Mittag fuhren wir mit dem Bus zum Fährhafen, um unser Ticket zu lösen. Wir betraten das Ticketbüro und sagten „We’ll need two tickets for todays trip to Taveuni please.“ – die Antwort konnte uns nicht mehr erstaunen: „Sorry guys – the ferry left yesterday – we changed the schedule this week.“ – Das ist natürlich klasse – es ist Dienstag und der Fahrplan wurde diese Woche geändert. Internetseiten werden hier selbstverständlich nicht aktualisiert – wer nicht anruft, hat verloren. SUPER!

Wir hatten jedoch Glück im Unglück – das eine Fährunternehmen fährt einen Tag früher ab – das andere Fährunternehmen, welches sonst nur zum Transport von Gütern zugelassen war (warum, sollten wir später noch merken), unternahm just an diesem Tage seine Jungfernfahrt mit Passagieren. YUHUUU!

sebastian_timmel_fiji_5

Gewartet wird in Fiji gleich direkt am Schiff – manchmal steht man im Weg bei den Verladearbeiten – aber das stört hier niemanden.

sebastian_timmel_fiji_6

Dieses romantische Schiff bei untergehender Sonne ist nicht unseres!

sebastian_timmel_fiji_7

Diese Rostlaube hier schon. Der Kutter wurde an den wichtigen Stellen nur fix neu angemalt (darunter bröselte alles), aus den Rettungsbooten tropfte Wasser auf`s Deck (ist es nicht so, dass wenn Wasser ausläuft, auch Wasser eindringen kann, wenn man das Boot zu Wasser lässt?!), Ruder der Rettungskähne waren entweder gebrochen oder gar nicht vorhanden. Auf dem Oberdeck lief man auf dem reinen Rost – der Blitzableiter oder was davon übrig geblieben ist, hängt schlaff von den Masten herunter… Ein Traum an Fähre, auf welcher wir aufgrund diverser Verspätungen 24 Stunden verbrachten!

sebastian_timmel_fiji_8

Zwischenstopp in Savusavu zum Be- und Entladen.

sebastian_timmel_fiji_9 sebastian_timmel_fiji_10 sebastian_timmel_fiji_11

Nach unserer Fährfahrt kamen wir natürlich zu spät am Hafen an. Die Dunkelheit war hereingebrochen und wir konnten nicht mehr zu unserem eigentlichen Ziel übersetzen, da die Überfahrt bei Nacht zu gefährlich war. Unser Resort hat hier glücklicherweise eine Unterkunft bei einem ihrer Mitarbeiter für uns organisiert – die Überfahrt zum eigentlichen Ziel erfolgte dann am frühen Morgen des nächsten Tages.

Ich hatte schon zuvor einen Tauchkurs gebucht, welchen ich dann am zweiten Tag antrat. Die dortige Unterwasserwelt ist absolut beeindruckend. Glasklares Wasser, um die 27°C Wassertemperatur und eine Vielfalt an Korallen, Fischen und anderen Unterwasserlebewesen laden zum Genießen ein.

sebastian_timmel_fiji_12 sebastian_timmel_fiji_13 sebastian_timmel_fiji_14

An Land gab es Entspannung pur – tolle, einsame Strände, gemütliche Stühle oder Hängematten, fantastisches Essen, welches wir selbst nicht kochen mussten, keine Autos, keine Straßen, kein Fluglärm – ein Paradies am Wasser.

sebastian_timmel_fiji_15

Ich lerne für meine Taucherprüfung – in meiner Zeit dort habe ich es bis zum Advanced Open Water Diver geschafft und doch stehe ich erst am Anfang.

sebastian_timmel_fiji_16

Nach ca. einer Woche mussten Rainer und Veronika abreisen und nahmen Kurs auf die Heimat. Die darauffolgenden Tage waren komisch – die beiden waren uns in der Zwischenzeit so vertraut geworden, dass wir sie regelrecht vermisst haben.

sebastian_timmel_fiji_17

Unsere Fundstücke am Strand nach ca. 1 Stunde sammeln. Leider durften wir nichts davon mitnehmen, da wir einen Flug nach Australien hatten und der Ärger dort groß gewesen wäre.

sebastian_timmel_fiji_18 sebastian_timmel_fiji_19 sebastian_timmel_fiji_20

Während ich mal wieder unter Wasser unterwegs war, fuhr Katharina auf eine nahegelegene Insel, um sich das dortige Treiben im Dorf anzusehen.

sebastian_timmel_fiji_21 sebastian_timmel_fiji_22

Der Chief des Dorfes trinkt Kava – das Nationalgetränk. Es wird traditionell bei Ankunft und/oder Abfahrt von Gästen sowie bei wichtigen Anlässen getrunken. Kava ist eine Pfefferart, die in gewissen Mengen konsumiert eine betäubende Wirkung hat. Man merkt es ziemlich sofort, da als erstes die Zunge ein wenig taub wird.

sebastian_timmel_fiji_23 sebastian_timmel_fiji_24

Sonnenaufgang im Paradies.

sebastian_timmel_fiji_25

Der Blick auf Viani Bay vom Hausberg – eine beliebte Ankerstelle für Yachten aus aller Welt.

sebastian_timmel_fiji_26

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.