Nun hat das Fliegen erst einmal ein Ende – nach ca. 24 Stunden im Flugzeug und in vier Flughäfen kamen wir und unser Gepäck endlich heile in Tbilisi an. Wir sammeln weiter fleißig Stempel in unseren Reisepässen – es wird langsam schön bunt :-).

Am Flughafen haben wir uns dann direkt auf die Suche nach dem Bus gemacht, der uns in die Stadt bringen sollte. Die lokale Taxi-Maffia will den Neuankömmlingen natürlich erzählen, dass die Reise mit dem Bus mit großen Problemen verbunden oder gar unmöglich ist – wir haben uns dieser Herausforderung gestellt. Eine gelbe Klapperkiste kam angerumpelt – ein freundlicher Busschaffner löste und zwei Fahrkarten in die Innenstadt – für insgesamt sagenhafte (umgerechnet) 50 Cent für uns beide (das Taxi hätte uns 10 bis 15 Euro gekostet). Die Busfahrt dauerte ca. eine Stunde – mitweilen wurde es sehr voll, doch das ist halt der lokale Charme.

Unser Hostel hatten wir im Voraus gebucht und der freundliche Schaffner gab uns Bescheid, sobald es Zeit war, auszusteigen. Den Rest des Tages ließen wir es ruhig angehen – wir waren beide noch sehr müde sowie gesundheitlich angeschlagen – eine Dusche, ein Nickerchen und ein kleiner Spaziergang war alles, was wir vor der Nacht noch schafften – die sommerliche Hitze setzte uns ebenfalls sehr zu.

Am nächsten Tag machten wir die Bekanntschaft mit Markus – einem Berliner, der mit dem Roller von Deutschland bis Tbilisi gefahren war und am Vorabend angekommen ist. Zusammen machten wir uns auf Entdeckungstour durch die georgische Hauptstadt.

Abseits der Touristenpfade sind viele viele Häuser sehr sehr schön, jedoch zum Teil stark baufällig oder gar schon abgebrannt. Da Baustellen und Trümmerfelder hierzulande nicht so gesichert sind wie in Deutschland, schauten wir uns die Ruinen genauer an.

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Im krassen Gegensatz zum Alten steht in Tbilisi das Moderne. Hier die Peace-Bridge über den Fluss Kura.

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Mitten in der Innenstadt aber abseits gelegen gibt es Bauten an Felsklippen sowie einen Wasserfall zu bewundern. Bei der drückenden Hitze eine willkommene Möglichkeit der Abkühlung.

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Ein paar Impressionen des nächtlichen Tbilisi.

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Am kommenden Tag schlossen wir uns einer Gruppe an um den David Gareja Monastery Komplex zu besichtigen. Am Morgen warteten wir vorm Hostel auf unseren Fahrer – nach einiger Zeit rollte ein alter polnischer Militärjeep heran, heraus stieg Vitali – ein rotköpfiger und etwas erschöpft wirkender Ukrainer. Ich sagte zuerst als Scherz zu Katharina, dass dies wohl unser Fahrer sei – am Ende war es wirklich so. Auf längs angeordneten Sitzbänken ging es dann im Truppentransporter mit 7 weiteren jungen Backpackern aus Deutschland, Österreich, Russland und Polen auf Schotterpisten und Offroad Tracks in die Halbwüste. Vorbei an Truppenübungen der georgischen Armee, Panzerfahrzeugen und Militärcamps. Fotos machen natürlich streng verboten.

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Das Pferd ist in Georgien noch ein gängiges Transportmittel.

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Die David Gareja Monastery besteht zum großen Teil aus in den Sandstein gehauenen Höhlen, in welchen die Mönche ihre kleinen Wohn- und Betkammern hergerichtet haben.

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Hinter Katharina liegt Armenien – der Grenzzaun ist leider auf den Fotos nicht zu erkennen.

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Auf der Rückfahrt ein kleines Päuschen in einem verlassen wirkenden Dorf mitten in der Halbwüste – wie kann man hier nur leben!

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Ein paar Impressionen einer weiteren Wanderung durch Tbilisi.

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Ein Gedanke zu „Tbilisi – Stadt der Gegensätze

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